Olivenöl einkaufen: Worauf du beim Etikett achten kannst

Goldenes Olivenöl wird in eine kleine Glasschale gegossen, daneben frische Oliven

Im Supermarktregal stehen oft zwanzig Olivenöle nebeneinander – und auf den ersten Blick sehen alle gleich aus. Mit ein paar Angaben auf dem Etikett findest du schnell das passende.

Die Güteklasse

„Natives Olivenöl extra“ ist die höchste Güteklasse. Das Öl wird ausschließlich mechanisch gewonnen, muss strenge Grenzwerte einhalten und darf geschmacklich keine Fehler haben. „Natives Olivenöl“ ist die Stufe darunter. Öle, die nur „Olivenöl“ heißen, sind eine Mischung aus raffiniertem und nativem Öl und schmecken deutlich neutraler.

Kalt gepresst oder kalt extrahiert

Die Angaben „erste Kaltpressung“ und „kalt extrahiert“ bedeuten, dass das Öl bei unter 27 °C gewonnen wurde – das schont die Aromen. Heute wird das meiste Olivenöl übrigens nicht mehr gepresst, sondern mit Zentrifugen gewonnen. Dann steht auf dem Etikett „kalt extrahiert“.

Herkunft und Erntejahr

Bei nativem Olivenöl extra ist die Herkunftsangabe Pflicht. „Mischung von Olivenölen aus der EU“ heißt, dass Öle aus verschiedenen Ländern zusammengemischt wurden. Wer es genauer mag, greift zu Ölen mit Angabe der Region oder einem g.U.-Zeichen (geschützte Ursprungsbezeichnung). Steht ein Erntejahr auf der Flasche, umso besser: Olivenöl schmeckt in den ersten Monaten nach der Ernte am frischesten.

Flasche und Lagerung

Licht und Wärme setzen dem Öl zu. Greif deshalb zu dunklen Glasflaschen oder Kanistern und bewahre das Öl kühl und dunkel auf, aber nicht im Kühlschrank. Eine angebrochene Flasche brauchst du am besten innerhalb weniger Monate auf.

Und der Geschmack?

Ein gutes natives Olivenöl extra darf fruchtig, leicht bitter und im Abgang pfeffrig-scharf sein – das sind Qualitätsmerkmale, keine Fehler. Riecht es dagegen ranzig, muffig oder nach Essig, ist es nicht mehr gut.